Parkhäuser

Die neuen Brandschutzvorschriften erlauben höhere mehrstöckige Holzbauten. Das eröffnet auch dem Parkhausbau neue Perspektiven: Leichte ressourcenschonende und widerstandsfähige Konstruktionen werden möglich. Häring bietet ein skalierbares System an. Die Konstruktionselemente von Parkhäusern sind aussergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt. Das offene Tragwerk unterliegt den Temperaturschwankungen ungeschützt. Durch die Fahrzeuge gelingt Wasser ins Gebäude, was zu Frostschäden führen kann. Im Winter enthält das Wasser zudem oft Tausatz. Im konventionellen Stil erbaute Parkhäuser werden durch diese Einflüsse in Mitleidenschaft gezogen: Der Stahl kann korridieren, der Beton platzen.

Anpassungsfähiges System

Holz kennt diese Nachteile nicht in dem Ausmass. Gut verbaut und behandelt, ist das Material widerstandsfähig und langlebig, die Unterhaltskosten demnach langfristig günstiger als bei Bauten aus Stahl oder Beton. Insbesondere bei grossen Spannweiten kann das Leichtbaumaterial Holz seine Vorteile voll entfalten. "Ab 30 Metern Spannweite übersteigt das Eigengewicht von Stahlbeton seine Nutzlast, während Holz stets ein Mehrfaches trägt", erläutert Dr. Jan Hamm, Leiter der Häring Projekt AG.

Häring bietet Parkhäuser bis zur Höhe von sieben Geschossen in der Systembauweise an. Die Konstruktion  besteht aus einem Tragwerk aus Brettschichtholz und darübergelegten Holzplatten, die wiederum mit einer schützenden Schicht Gussasphalt überzogen werden. Rampe und Kern bestehen aus Beton.