Schulhaus und Kindergarten Remetschwil

Kurze Bauzeiten und wenige Schnittstellen - die Vorteile von Modulbauten sind bestechend. Die Arbeiten konnten beim Bau des Schulgebäudes in Remetschwil parallel laufen: Während vor Ort das Fundament betoniert wurde, tapezierten Handwerker im Werk Eiken bereits die Wände der Module.

Der schlechte Zustand des 20-jährigen Pavillons war - zusammen mit leicht steigenden Schülerzahlen und der Umstellung auf das harmonisierte Schulsystem - der Grund, weshalb die Gemeinde Remetschwil sich zu einem Neubau entschlossen hatte. Auf teure Provisorien wollte die Bauherrschaft verzichten, während der Bauzeit sollten andere Lösungen gefunden werden. Sie stellte die Bedingung, dass die neuen Räume innert eines halben Jahres zur Verfügung zu stehen sollten. Diese Vorgabe konnte nur ein Modulbau erfüllen.

Mitte Januar 2016 begann der Abbruch des alten Pavillons. An seiner Stelle entstand der neue, zweistöckige Modulbau. Im Erdgeschoss befinden sich Aula, WC-Anlagen sowie Werk-und Technikräume. Das Obergeschoss bietet Raum für vier Schul- und zwei Gruppenzimmer plus einen Doppelkindergarten. Die Zugänge und Aussenräume für Primarschule und Kindergarten sind getrennt.

Die Produktion der 36 Raummodule sowie der 13 Decken- und Bodenelemente lief parallel zu den Arbeiten vor Ort. Der Innenausbau im Werk in Eiken umfasste Leerrohre, Sanitär- und Lüftungsinstallationen sowie Fenster und Tapeten. Ob in der Produktionshalle oder vor Ort, die Koordination aller 19 beteiligten Gewerke vom Sanitärinstallateur über den Elektriker bis zum Maler verlangte Koordinationsgeschick.
Dank dem Unternehmervorschlag von Häring konnte die Anzahl der Module um 12 verringert werden.

Einen besonderen Kniff fanden die Fachleute von Häring bei der Raumakustik: Anstatt wie üblich eine Akustikdecke einzuhängen, bohrten sie im Werk zwei Millionen Löcher in die Moduldecken, die den gleichen Zweck erfüllen. Dieses Vorgehen sparte einen weiteren Arbeitsschritt und verhalf den Unterrichtszimmern zu mehr Raumhöhe.

Projekt Remetschwil
Bauherr Einwohnergemeinde Remetschwil
Architekt Poletti Spuler Architekten
Ausführung 2016