Besuch aus dem Iran

In der letzten Woche waren Gäste aus dem Iran bei Häring zu Besuch: Die Interessierten wollten Näheres zu der Dome Lösung erfahren und den Saldome in Rheinfelden besichtigen.

Die unterschiedlichsten Branchen können von der Speichereffizienz der Häring-Ensphere-Kuppelbauten profitieren.  In Zementfabriken beispielsweise müssen die Rohstoffe im grössten Teil des Produktionsprozesses trocken gehalten werden, was den Kuppelbau speziell beim Mischprozess sehr nützlich macht. Rohstofflagerstätten für Kalk und Kohle profitieren ebenfalls von der Kapazität des Kuppelbaus. Während der Mischprozesse ist der Kuppelbau hervorragend geeignet für den Einsatz von Kreisfördersystemen und Kreisrückholsystemen, wodurch die Qualität der Mischung verbessert wird. Darüber hinaus kann der Kuppelbau auch für die Lagerung von Schlacke, Flugasche oder Gips in nachfolgenden Prozessstufen eingesetzt werden.

Der Aufbau und die Architektur von Kuppelbauten hat die Natur zum Vorbild und wird durch subtile Ingenieurstechnik vollendet. Das Häring-Ensphere-Kuppelbaukonzept ist die perfekte Lösung, wenn es darum geht auch grosse Flächen mit Durchmessern von über 120 m effizient und kostengünstig mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz zu überdachen. Das Kuppelbausystem bietet eine einmalige Lösung für die Schüttgutindustrie. Neben dem ästhetischen Aussehen der Konstruktion erfüllt die potenzielle freie Spannweite des Kuppelbausystems von bis zu ca. 200 m die Anforderungen im grossindustriellen Massstab. Kunden profitieren dreifach von dem maximalen Volumen-pro-Quadratmeter-Verhältnis, optimierter Logistik und minimalen Wartungsanforderungen.

Kuppelbauten kombinieren die grösstmögliche Lagerkapazität pro Quadratmeter mit grosser Transportfreundlichkeit. Durch die Verringerung des Tiefbauaufwands, der durch Flachgründungen, Wegfall von Wänden und die hochpräzise Holzkonstruktion des Kuppelbaus erzielt wird, ist eine schnelle Montage vor Ort beim Kunden möglich. Ausserdem bietet das System eine ausreichende lichte Weite für Nutzfahrzeuge und Förder-Rückholsysteme, die für alle möglichen Umschlagarbeiten benötigt werden, um die Kapazitätsanforderungen zu erfüllen. Geleimte Brettschichtholzträger sind erwiesenermassen widerstandsfähig gegen salzhaltige Umgebungen. Die nichtkorrosiven Eigenschaften von Holz garantieren einen minimalen Wartungsaufwand, das heisst, die Holzträger sind nicht nur im Innenbereich völlig wartungsfrei, sondern – mit dem entsprechenden Schutz – auch im Aussenbereich.

Als Klimawandel (oder globale Erderwärmung) wird die langfristige Veränderung der Temperatur auf der Erdoberfläche bezeichnet, die zu langfristigen Veränderungen der Wettermuster führt. Alle beim Kuppelbau verwendeten Werkstoffe haben einen Einfluss auf die Gesamtleistung des Bauwerks und seine CO2-Bilanz. Durch den Einsatz von Holz, einem erneuerbaren und nachhaltigen Werkstoff, wird diese CO2-Bilanz verbessert. Ausserdem ist Holz unempfindlich gegen korrosiv wirkende Stoffe in Industrieumgebungen wie Salz-, Düngemittel- und Kalispeicherhallen, die andere Strukturen angreifen würden.                                                

Holzkonstruktionen zeichnen sich durch eine gute inhärente Feuerbeständigkeit aus, da eine Kohleschicht gebildet wird, die die Wärmedurchdringung verzögert. Wenn Tragwerkselemente aus Brettschichtholz Feuer ausgesetzt sind, steigt die Temperatur der dem Feuer ausgesetzten Oberfläche des Balkens fast auf die Temperatur des Feuers selbst. Wenn die äussere Holzschicht den Flammpunkt (ca. 300° C) erreicht, entzündet sich das Holz und brennt schnell. Das verbrannte Holz bildet eine Kohleschicht, die zwar jegliche Festigkeit verliert, aber eine Isolierschicht bildet, die einen extremen Temperaturanstieg im Holzkern verhindert.

Aufgrund der geringen Leitfähigkeit des verkohlten Holzes weist die Kohleschicht einen steilen Temperaturgradienten auf. Unterhalb der Kohleschicht liegt eine Schicht erhitztes Holz mit einer Temperatur von über 200 ° C, die als Pyrolysezone bezeichnet wird. Dieser Teil des Holzes erfährt eine irreversible chemische Zersetzung, die allein durch einen Temperaturanstieg verursacht wird, wobei es gleichzeitig zu einem Gewichtsverlust und zu Verfärbung kommt.

Der Holzkern wird leicht von der Temperatur beeinflusst, was in erster Linie durch Verdunstung der Feuchtigkeit zu einem gewissen Verlust an Festigkeit und Steifigkeit führt. Die Verkokungsgeschwindigkeit ist mehr oder weniger konstant und hängt von der Dichte und dem Feuchtegehalt des Holzes und der Hitzeeinwirkung ab. Das Kuppelbaukonzept bietet effiziente Lösungen mit einer Feuerbeständigkeit von 30 bzw. 60 Minuten oder mehr, ohne dass dafür ein Brandschutzanstrich und die damit verbundenen Wartungsarbeiten erforderlich wären.