Das Resultat meiner Arbeit zu sehen, macht mich zufrieden

Wer heute eine Zimmermannslehre macht, wird körperlich gefordert und muss gleichzeitig geistig fit sein. Die vielseitige Ausbildung bietet Arbeit an der frischen Luft, konkrete Erfolge und solide Zukunftsperspektiven – davon berichten Stefanie Steinacher, Lernende im zweiten Jahr, und Matthias Hauser, stellvertretender Produktionsleiter  und  Ausbildungsverantwortlicher.

Häring möchte gern mehr Zimmermänner und Zimmerinnen ausbilden. Wo liegt das Problem?

Matthias Hauser: «Aktuell haben wir zwei junge Frauen im zweiten und drei junge Männer im dritten Lehrjahr. Tatsächlich würden wir gern drei Zimmerleute pro Jahrgang ausbilden, doch finden wir nicht immer die geeigneten Anwärter. Voraussetzung sind mittlere bis gute Leistungen in der Sekundarschule. Und etwas Biss braucht es auch, um sich über die vier Jahre hinweg zu motivieren.»

Frau Steinacher, haben Sie genug Biss?

Stefanie Steinacher: «Körperlich ist die Arbeit sehr anstrengend. Zu Beginn der Lehre brauchte ich am Mittwochabend jeweils 12 Stunden Schlaf, um mich zu erholen. Auch heute noch hole ich an den Wochenenden Schlaf nach. Ich habe den grossen Vorteil, dass ich gut in der Schule bin. So muss ich zuhause nicht so viel lernen. Das Tempo ist rasant, vor allem in der Mathe und wenn man wie ich die Berufsmatura macht. Mittlerweile habe ich mich aber an alles gewöhnt.»

Wie gehen Sie damit um, sich auf den Baustellen Wind und Wetter auszusetzen?

SS: «Kein Problem, man kann sich ja richtig anziehen (lacht). Die Kälte finde ich nicht das Problem, aber zugegeben: Der Regen ist manchmal mühsam. Nach einem langen Regentag freue ich mich extrem auf die Dusche und die trockenen Kleider. Umgekehrt kann ich draussen das schöne Wetter viel intensiver geniessen, als wenn ich drinnen arbeiten würde. Das ist ein wichtiger Pluspunkt für mich.»

Die Zimmermannslehre ist von drei auf vier Jahre ver- längert worden. Was bedeutet das für die Ausbildung? MH: «Die Ausbildung ist vielseitiger geworden. Der Anspruch ist, in der Lehre in die Breite zu gehen und damit die Grundlage für zahlreiche spätere Spezialisierungen zu schaffen. So sind viele Kurse dazugekommen, beispielsweise Sicherheit, Brandschutz, Installation von Solaranlagen und Stapler fahren.»

 

Lehre bei Häring:
Häring bildet Lernende aus und bietet motivierten Jugendlichen am Standort Eiken/AG die Chance, ihre Talente und Neigungen mit Hilfe einer fundierten Berufsausbildung weiter zu entwickeln. Mehr Informationen hier.