Mehr Dach über dem Kopf

Zum 20-jährigen Jubiläum erhielt die soziale Wohneinrichtung Haus Elim ein elegantes Vordach sowie eine Auffrischung der Fassade. Die Konstruktion der vier Meter breiten und elf Meter langen Massivholzdecke erwies sich als knifflig.

1997 war die Situation dramatisch: Das Haus am Claragraben 141 war von Menschen mit Suchtproblemen stark belegt, ja teilweise überfüllt. Die Polizei drohte, das Haus zu schliessen, wenn nicht klare Veränderungen stattfänden. Daraufhin übernahm der eigens gegründete gemeinnützige Verein Diakonische Stadtarbeit Elim die Führung des Hauses. Die Liegenschaft wurde umgebaut und bietet heute 29 Menschen mit Suchtproblemen ein Zuhause. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben die Möglichkeit, sich wieder eine feste Tagesstruktur anzueignen, im Haushalt mitzuhelfen und mit anderen Menschen zusammen zu wohnen. Erfahrenes Personal begleitet sie auf ihrem Weg in ein stabiles, selbstständiges Leben und bietet Seelsorge an.

Zum 20-jährigen Jubiläum im September 2017 bekam das Haus ein frisches Gesicht: Einen freundlichen Fassadenanstrich und ein einladendes Vordach von Häring. Das Holzbau-Engineering war besonders knifflig, weil das Vordach nur von einzelnen, unregelmässig angeordneten Stützen getragen wird. Deshalb musste die Massivholzplatte am Stück gefertigt und montiert werden. Das Dach wirkt mit seinen runden Oblichtern so elegant, weil die Stützen dünn sind und es keine sichtbaren Verbindungsteile gibt.

 

 

Projekt Basel
Bauherr Liegenschaftsstiftung Elim, Basel
Architekt Staehelin, Gisin+Partner AG, Basel
Ausführung April bis Juli 2017