Stilvoll wohnen im Seefeld

Auf dem Dach eines Bürogebäudes im Zürcher Quartier Seefeld entstehen in Kürze fast 500 Quadratmeter neuer Wohnraum. Bei der Aufstockung kann Häring auf Ingenieurwissen, profunde Bauerfahrung und zuverlässige Partner zurückgreifen. Das vereinfacht nicht nur die Zusammenarbeit auf dem Bau, sondern kommt auch den bestehenden Mietern zugute.

Die Dimensionen sind beachtlich: fünf Wohnungen mit total 475 Quadratmetern Nutzfläche entstehen neu auf dem Dach des vierstöckigen Bürogebäudes am Kirchenweg 5 in Zürich. Die Lage im reizvollen Seefeld-Quartier ist ebenso bemerkenswert: Auf der einen Seite sieht man das Panorama mit dem See, auf der anderen Seite in den Park der Villa Bleuler, die vor 130 Jahren vom Architekten Friedrich Bluntschli erstellt wurde und heute das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft beherbergt.

Nur wenige Schnittstellen
Aufgrund der Lage weisen die entstehenden Attikawohnungen einen hohen Ausbaustandard auf. Dank zahlreicher raumhoher Verglasungen werden die grosszügigen äusseren Räume von sorgfältig platzierten Oblichtern erhellt werden. Einige der hindernisfreien Wohnungen besitzen zwei geräumige Badezimmer.
Die Basis des Geschossaufbaus besteht aus einer Skelettkonstruktion, welche die Lasten auf die bestehenden Betonstützen verteilt. Der Rohbau wird aus Holz-Systembauelementen erstellt. Da die Holzaufbauten relativ leicht sind, ist keine Verstärkung der bestehenden Konstruktion nötig.

Im Projektablauf sind für Häring kurze Wege und eine geringe Anzahl Schnittstellen wichtig. Zu diesem Ziel trägt neben den vielseitigen Kompetenzen im eigenen Team auch die Kooperation mit Partnerbetrieben und Gewerken bei, mit denen sich ein vertrauensvoller Umgang etabliert hat. Dazu kommt, dass Häring als Totalunternehmer auch die Sanierungsarbeiten koordiniert - in diesem Fall sind das die Altlasten - und die Kanalisationssanierung.

Angenehm für Bauherrn und Mieter
Zum reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten und einer sinnvollen Verteilung der haustechnischen Installationen trägt auch das Building Information Modeling (BIM) bei. "Das 3-D-Computermodell erlaubt eine hochpräzise Konstruktion und hilft, Kollisionen zu vermeiden" erläutert Matthias Steinmann, Bau- und Projektleiter bei Häring. Ins BIM-Programm tragen die Subunternehmer Leitungsrohre, Durchstiche und Anschlüsse ein. Sollte sich bei der Platzierung etwas in die Quere kommen, meldet das Programm den Fehler. Steinmann: "Damit ersparen wir uns Zeit und Ärger auf der Baustelle." Heikel ist bei einer Aufstockung besonders in diesen Dimensionen der Umgang mit den bestehenden Mietern. "Wir sind uns bewusst, dass wir stören können", sagt Steinmann. Dank langer Erfahrung weiss er: Gute Planung und sorgfältige Information sind essentiell. So wird er gewisse laute Arbeiten auf das Wochenende legen, um den Bürobetrieb nicht zu beeinträchtigen. Steinmann setzt auf laufende, sorgfältige Orientierung: "Ich finde es wichtig, die Anliegen der Mieter ernst zu nehmen und einen Ansprechpartner für alle Fragen zu stellen."

 

 

Projekt Zürich
Bauherr privat
Architekt Mainberger + Spahr, ATTICO, Zürich
Ausführung Oktober 2017 bis Juni 2018 (Bezug)